Das regionale Entwicklungskonzept der LAG Obere Vils-Ehenbach (AOVE) verfolgt die Strategie der Aufwertung und Inwert-Setzung des natürlichen und kulturellen Potentials des Aktionsgebietes. Die Steigerung der touristischen Attraktivität der Region wurde im Rahmen des interkommunalen Projektes „Goldene Straße“ erfolgreich in die Wege geleitet.

Der Reichtum und die Vielfalt an regionaler Kultur sind aber nicht nur für die heimische Bevölkerung wichtige Identifikationsfaktoren, sondern gewinnen auch touristisch zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Gäste und Einheimische schätzen die wachsende Vielfalt des Angebots und damit ein Freizeitprogramm, bei dem Abenteuerlust und Kulturgenuss eine wundervolle Symbiose bilden.
Es ist wichtig, dass neben einem beständigen kulturellen Angebot auch eine entsprechende Zahl von touristischen Attraktionen für ein breites Zielpublikum geschaffen wird. Auch hier sind wir auf einem guten Weg. Angefangen vom Ausbau des Burghofs der Burg Dagestein in Vilseck, dem Bau des Nordic-Walking-Parks in Freudenberg bis hin zur Neugestaltung des Kräutergartens in Schnaittenbach, haben wir begonnen überregional bedeutsame touristische Magnete zu schaffen.
Der Kaolinabbau mit seiner Industrie prägt seit 1833 unsere Region, nimmt Einfluss auf die Gestaltung und Entwicklung der Städte Hirschau und Schnaittenbach und sucht auch mit einem erstmals erstellten Nachfolgenutzungskonzept Lösungen zur Veränderung oder Umgestaltung der Landschaft nach dem Kaolinabbau. Eine Veränderung in vielen Einzelschritten auf einer Fläche von 720 ha muss über Jahrzehnte erfolgen. Das Gelände um den Monte Kaolino ist einer der vielen Schritte.
Die Entwicklung einer Freizeiteinrichtung gibt die Chance mittelfristig zumindest in begrenztem Umfang neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich, ob direkt oder indirekt, entstehen zu lassen.

Die Lagerung von Abfallquarzsandmengen aus der Kaolinaufbereitung der Amberger Kaolinwerke ließ über Jahrzehnte den weißen Berg Monte Kaolino bei Hirschau entstehen.
Bereits 1957 wurde die Einmaligkeit dieses Berges entdeckt und mit Sommerskiveran-staltungen erster Nutzen daraus gezogen. Weitere Einrichtungen entstanden: ein Dünenbad, eine Campinganlage, eine Liftanlage und gastronomische Einrichtungen. Für die damalige Zeit ein Ambiente und ein Angebot besonderer Art.
Verschiedene und unterschiedliche Veranstaltungen entwickelten sich. Das macht heute noch das besondere Flair des Monte Kaolino aus.

Das größte Event dürfte die jährlich stattfindende Sandboard-Weltmeisterschaft sein. Aber auch die Sandski-Europameisterschaft, die Sand-Big-Food-Meisterschaften und der Monte-Grand-Prix beleben den Berg.

Viele Besucher befahren oder klettern jährlich auf den Berg und genießen den einmaligen Ausblick. Der Monte ist zudem auch Kulisse für viele Musikveranstaltungen unterschiedlichster Art und Größe.

Aber auch Kunstveranstaltungen wie der Kunstgipfel 2000 gezeigt hat, locken Gäste an.

Ausgangsbasis für Planung des Freizeitparks war die Erstellung eines Gesamtkonzeptes, das eine zielgerichtete Entwicklung rund um den Monte unter Einbindung möglicher Entwicklungen der nächsten 15 Jahre berücksichtigt.
Es war uns wichtig, ein touristisch breit gefächertes Angebot zu erstellen, um somit sowohl der Bevölkerung als auch unseren Gästen und Besuchern ein attraktives Angebot zu bieten. Wichtig ist uns, unsere zahlreichen Veranstaltungen wie Märkte, Weinfest, Stadtfest und Festspiele, aber auch die Einrichtungen und andere Angebote in der Stadt einzubeziehen.

In dem Gesamtkonzept Freizeitpark Monte Kalino ist der Neubau des Dünenbades in Umsetzung, wobei die Gesamtfläche von jetzt 4.000 m² auf 12.000 m² erhöht wird. Das Flair des Dünenbades ist ausgebaut. Bei allen Bereichen wird versucht, das Thema Sand, Monte Kaolino und Kaolin in der passenden Form herauszuarbeiten.
Besondere Ansätze bieten das Kinderbecken, der Erlebnisbereich und die Wasserrutsche. Die Liegefläche selbst ist großteils als Dünenlandschaft dargestellt.
Zusätzliches Besucherpotential wird der deutlich vergrößerte Campingplatz erschließen mit 130 Stellplätzen neu, 30 Wohnmobilstellplätzen, drei Wohnwägen zum Mieten und später eventuell eine Ferienhausanlage mit bis zu 18 Häusern.

Der Ausbau in der ersten Stufe zur Belebung des Tourismus und zur Darstellung der Besonderheit Monte beinhaltet:
• Errichtung Dünenbad
• Schaffung eines gastronomischen Betriebes mit Freiterrassen
• Erweiterung Campingplatz mit Sanitärgebäude und Ferienhäusern
• Wohnmobilstellplätze
• Neugestaltung und Erweiterung der Parkplätze
• Hochseilgarten
• Farbengarten
• Ski- und Boarderverleih
• PistenBully
 


 
Weitere Möglichkeiten, die Attraktivität des Monte zu steigern, sind in weiteren Stufen geplant:
• Hirschauer Bockl (Zubringerdienst Hirschauer Innenstadt – Monte)
• Sportartikelverkauf
• Saunapark
• Kletterwand
• Wanderwege zum Berg
• Kunstaktionen mit Sand
• Verkaufs- oder Bauernmarkt
• Motocross im Umfeld des Berges
• Integration Gleitschirmfliegen
• Mountainbiking
• Kaolineum, eine visuelle Ausstellung auf dem Berg mit Catering

Arbeitsplätze
Durch die gesamte Einrichtung und je nachdem welche Auslastungsgrade sich entwickeln lassen, könnten zusätzliche Arbeitsplätze vornehmlich entstehen bei:
Gastronomie 6 Personen
Hochseilgarten 2 Personen (Sommersaison)
Campingplatz 2 Personen
Monte-Liftanlage 4 Personen
Anlagenpflege 2 Personen
Es muss sich eine Entwicklung ergeben, wo durch die fortlaufende Veränderung im Kaolinbergbau die Umwandlung in eine Nachfolgenutzung mit entsprechend neuen Arbeitsplätzen ergibt.
Das Projekt ist mit allen touristischen kommunalen und interkommunalen AOVE-Projekten (AOVE-Freizeitlinien, Goldene Straße > hier vor allem Führungen auf und rund um den Monte) vernetzt. Großes Interesse besteht auch seitens der amerikanischen Bevölkerung. Erste Vorgespräche anlässlich des Projektes „Tourismuskooperation AOVE/US-Army ergaben, dass seitens der US-Army Interesse bestünde, den Hochseilgarten möglicherweise an einem festen Tag in der Woche zu buchen.
Als Ausgangspunkt für den Industriepfad (geologischer Lehrpfad, dessen Träger der Geopark Hirschau/Schnaittenbach e.V. ist ) ist der Freizeitpark der ideale Start für Führungen und Wanderungen. Als weitere Attraktion ist seitens des Vereins ein Kaolineum geplant > Aussichtsplattform auf dem Gipfel des Montes mit Einblick in den Kaolinabbau) in Planung.
Insbesonders durch die Inlinerstrecke werden Synergieeffekte für den Sportpark Hirschau zu spüren sein, da für Campingplatzbesucher die sportlichen Angebote des Sportparks, wie Fußball, Kegeln, Gymnastik, Sportschießen, Schießen mit Pfeil und Bogen und Streethockey auf direktem Weg erreichbar sind.